Granada - Stadt in malerischer Lage am Rande der Sierra Nevada. Das alte Granada ist auf drei Hügeln errichtet: dem Burgberg Alhambra; dem Albayzín (gegenüber der Alhambra); und dem Sacromonte, auf dem sich vor Jahrhunderten die gitanos in Höhlenwohnungen niederließen.
Albayzín - Granadas ursprünglichstes Viertel, pittoresk und dörflich anmutend. Es zeigt mit gewundenen, kaum autobreiten Gassen und schönen Plätzen noch das Gepräge der alten Medina.
Der Name Albayzín erinnert daran, dass hier im 13. Jh. die muslimischen Flüchtlinge aus der von Christen eroberten Stadt Baeza eine neue Heimat fanden.
In der Senke zwischen Alhambra- und Albayzín-Hügel plätschert als schmales Flüsschen der Darro - teils unterirdisch.
Gibt es ein Symbol des maurischen Spanien, dann ist es die Alhambra, das bis 1492 als Zentrale des islamischen Restreiches bestand.
Die mit turmverstärkten Mauern umgürtete Anlage umfasst mehrere Gebäudekomplexe.
Den ältesten Teil bildet die Alcazaba, eine auf die Ziriden zurückgehende Militärfestung.
Kernstück und Perle sind die Palacios Nazaríes, der Nasriden-Palast.
Diese maurische Anlage zeigt sich äußerlich ebenso streng wie die Alcazabe, ....
... aber im Inneren entfaltet sie die Pracht einer zeitlosen Architektur, der das überall in Rinnen, Brunnen und Teichen plätschernde Wasser einen besonderen Zauber verleiht.
Den Myrtenhof füllt ein rechteckiges, von Myrtensträuchern gesäumtes Wasserbecken. Die Längsseiten sind sparsam dekoriert. Anders die Schmalseiten: Ihre siebenbogigen Arkadenreihen mit durchbrochenenen Wandflächen spiegeln sich im Wasser. Rechts im Hintergrund: der 45 m hohe Torre de Comares mit den Gemächern des Sultans.
Patio de los Leones - Glanzstück der Alhambra.
Nach dem Verlassen des Nasridenpalastes steht man in den Jardines des Partal: Der am Wasserbecken gelegene Säulenstand, über dem sich als Aussichtsturm die Torre de las Damas erhebt, gehört zu den ältesten Anlagen.
Entlang den mit Türmen verstärkten Mauern und dann durch Parkanlagen mit Rosenterrassen, Zypressenalleen und gestutzten Hecken gelangt man hinauf zum Generalife, dem luftigen Sommerpalast der Nasriden.
In den Generalife-Gärten sind typisch maurische Elemente sichtbar geblieben. Auf verschieden hoch gelegenen Terrassen gibt es z. B. den Jardin de la Acequia - der als verkleinertes Abbild des Myrtenhofes gilt wegen seines schmalen, langen Wasserbecken - den Hof des Sultaninzypresse und eine Aussichtsgalerie mit Blick auf den Stadtteil Sacromonte (unten).