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©2004-2011    Liane & Hartmut

 Insel Cres

Wir erreichen die Insel mit der Autofähre von Brestova/Istrien. Steil ragt es aus dem Meer, das Karstplateau der Insel Cres. Die schmale Hauptstraße schlängelt sich von Nord nach Süd über die ca. 60 km lange Insel. Die Karst- landschaft zeigt sich in herber Schönheit. Hohe Natursteinmauern durchziehen noch heute die ganze Insel und begrenzen die einzelnen Weideflächen. Vereinzelt kann man Schafe sehen, die aber mit Ihrem zotteligen Fell hervorragend an die Landschaft angepasst sind. Touristisch ist Cres noch kaum erschlossen. Die meisten Urlauber fahren nur durch um nach Mali-Losinj zu gelangen. Doch gerade hier auf Cres gibt es viel zu entdecken....


... zum Beispiel Cres Stadt: seit dem 15. Jh. ist Cres-Stadt die Hauptstadt der Insel. Früher war es Osor. Unter venezianischer Herrschaft wurde die Stadt befestigt. Davon zeugen noch heute die drei Stadttore, durch die man in das enge Gassengewirr eintaucht.

Schon von der Hauptstraße hat man einen fantastischen Blick auf die große Bucht, an deren Ende Cres liegt. Überhaupt hat uns die Stadt viel besser gefallen als z.B. Mali-Losinj. Hier gibt es einfach mehr zu entdecken und alles wirkt ursprünglicher. Rund um die Stadtloggia findet der tägliche Gemüsemarkt statt wo Bäuerinnen die Früchte aus dem Garten anbieten. Kurz hinter dem Gemüsemarkt, liegt die Pfarrkirche. Auch sie hat eine venezianische Fassade.

Im Hafen liegen die vielen bunten Fischerboote. Man kann zu Fuß um die ganze Bucht herumlaufen, vorbei am Stadtstrand und einem schön gelegenen Campingplatz, bis zur Spitze der Bucht. Dort steht ein kleiner roter Leuchtturm und weist den Kapitänen den richtigen Weg zur Einfahrt in den Hafen.

Wir meinen, wer sich Cres-Stadt nicht anschaut, der hat wirklich ein Highlight der Insel verpasst.


DAS Highlight für uns schlechthin auf Cres: der kleine Ort Lubenice. Knapp 400 m über dem Meer liegt der bezaubernde Ort, der nur über eine sehr (!) schmale u. kurvenreiche Straße zu erreichen ist. Angeblich leben nur noch 15 Menschen in diesem Dörfchen, das uns auf Anhieb in seinen Bann zog.

 

 

Der Blick hinunter auf den kleinen Sandstrand in einer Bucht ist atemberaubend. Man kann den Strand zu Fuß in ca. 45 min über einen Serpentinen-Pfad erreichen. Der Aufstieg dauert entsprechend länger und man sollte natürlich genügend Trinkwasser dabei haben.

 

 

Auf keinen Fall sollte man sich die Spezialitäten der Konoba Hibernicia entgehen lassen. Hier gibt es Leckereien aus dem Römertopf direkt vom Kohle-Grill (Lammleber, Fleisch- spießchen, Backkartoffeln, Schafskäse u.v. mehr). Na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? ;-)

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Osor war früher einmal die Inselhaupstadt. Heute ist es nur noch ein kleines Dörfchen, aber mit einer zentralen Lage, denn es liegt direkt am künstlich angelegten Kanal der Losinj und Cres trennt. Der Kanal wird von einer Drehbrücke überspannt, die zweimal am Tag (9.00 Uhr u. 17.00 Uhr) manuell gedreht wird, um so den Segelbooten die Durchfahrt zu ermöglichen.

Mann sollte sich aber ein wenig Zeit nehmen und einen Spaziergang durch die Stadt machen. Auf dem Hauptplatz vor der großen dreischiffigen Pfarrkirche läßt es sich gut im Schatten der Laubbäume aushalten. In den Gassen rund um den Platz stehen moderne Skulpturen kroatischer Künstler. Wir gehen wieder zurück zum Kanal und beobachten die Segelboote, wie sie sich durch die starke Strömung kämpfen.


Mitten auf der Insel liegt der Süßwassersee von Vrana. Er speichert das Regenwasser und versorgt damit die Inseln Cres und Losinj. Der See liegt 14 m über dem Meerespiegel, hat aber eine Tiefe von 74 m. Ein Naturphänomen, denn es dringt kein Salzwasser aus dem nahen Meer ein.


Bei der Fahrt über die Insel Cres kommt man unweigerlich durch die kleine Ortschaft Belej. Und jedesmal wenn wir hier durchgekommen sind (und wir sind sehr oft hier durchgekommen), brutzelte auf dem Drehspieß eines Restaurants wieder ein neues Spanferkel. Aber erst gegen Abend wird das Schwein dann vom Grill genommen und zerlegt.

Guten Appetit.


In der < Fotogalerie > gibt es weitere Bilder von Cres und Losinj.

 

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