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©2004-2011    Liane & Hartmut

Insel Losinj

Durch einen kleinen, künstlichen Kanal aus der Römerzeit bei Osor, ist Losinj von Cres getrennt. Anders als auf Cres durchzieht ein Bergrücken die ganze Insel, der hinter der Ortschaft Nerezine bis auf 589m ansteigt. Auf Losinj lebten die Menschen früher fast ausschließlich vom Fischfang, heute vom Tourismus. Denn die Insel ist touristisch sehr gut erschlossen.


Unser Appartment in Nerezine

Wir erreichen am Nachmittag unser Quartier in der Ortschaft Nerezine. Der kleine Ort liegt ca. 7 km südlich von Osor. Er verfügt über eine kleine Werft auf der aber nur noch Schiffsreparaturen durchgeführt werden. Rund um den schönen Marktplatz befinden sich viele, kleine Geschäfte, ein Eiscafe und mehrere Restaurants. Aber es gibt zum Glück nicht die üblichen Souvenirshops aus den anderen Hafenstädtchen. Alles wirkt beschaulich und wir haben uns Tag für Tag mehr in das Dorf verliebt. Im Hafen von Nerezine machen am Abend viele Segelboote fest und wir lassen uns das “Schauspiel” der Freizeitkapitäne bei einem Eis nicht entgehen.


Wir machen uns auf den Weg nach Veli Losinj. Der Ort am Ende einer schmalen Bucht war früher einmal die Hauptstadt der Insel, bis es ab 1920 zu klein wurde für die vielen Badeurlauber. Ab da begann der Aufstieg von Mali Losinj zum Hauptort der Insel. Veli Losinj (das übersetzt das Große Losinj heißt) bietet ein überaus pittoreskes Erscheinungsbild mit den bunten Häusern am kleinen Hafen.

Zu dieser großartigen Kulisse gesellt sich die spätgotische Pfarrkirche Sv.Antun. In ihr befinden sich zahlreiche Meisterwerke der venezianischen Frührenaissance. In einem runden Wehrturm mitten in der Altstadt befindet sich ein Museum, das die Geschichte des Ortes dokumentiert.


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Nach dieser Besichtigungstour wollen wir mal ein wenig abschalten und brechen auf zu einer kleinen Wanderung in die Osorscica, das Karstgebirge westlich von Nerezine. Unser Ziel der 589 m hohe Televrina. Die Osorscica ist ein hervorragendes Wandergebiet und es gibt viele, markierte Wege. Wir holen uns eine Wanderkarte aus dem Tourismusbüro am Hafen von Nerezine. Es sind mehrere Wanderkarten im Umlauf und man sollte genau prüfen ob die Karte auch detailliert genug ist. Wanderwege beginnen in Nerezine (mehrere Möglichkeiten), in Osor (gleich oberhalb des Campingplatzes an der Drehbrücke) oder in Cunski (bei Mali Losinj). Ohne knöchelhohes Schuhwerk werden Wanderungen durch die Osorscica zur Tortur, denn es geht immer über Geröll und Karstgestein. Wir kommen an verlassenen Dörfchen vorbei und fragen uns, wie wohl das Leben früher hier so war.

Langsam steigt das Gelände an und die Vegetation wird spärlicher. Leider wird auch das Wetter immer schlechter und wir bezweifeln, ob wir es noch bis zum Gipfel schaffen. Aber die fantastischen Ausblicke über die Inseln und das Meer ermutigen uns weiter zu gehen. Doch dann setzt Regen ein und wir können gerade noch die Berghütte Planinarski Dom “Sv.Gaudenz” erreichen. Was uns bleibt ist ein letzter Blick auf den nicht erreichten Gipfel.

 

 

Was soll’s, wir werden sicher einmal wieder kommen und dann werden wir den Televrina erklimmen.


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Mali Losinj ist mit seinem großen Hafen und den vielen Hotels und Campingplätzen das Ziel vieler Besucher. Von hier gibt es wichtige Schiffsverbindungen zu den anderen Inseln und zum Festland. Die Einfahrt zum Hafen von Mali Losinj ist wegen der vielen kleinen vorgelagerten Inseln auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Dafür ist die Stadt aber gut vom offenen Meer geschützt.

Nach unserer Ankunft wandern wir um die Cikat-Bucht zum Monte Baston auf dessen Spitze eine Fahne weht.

Am Fuß der Fahne sind alle Windrichtungen aufgezeichnet. Wie so oft, weht der Wind von Osten, die s.g. Bora (die echte Bora allerdings weht sehr viel stärker und meist im Winter).

Vom Hafen fahren viele Ausflugsboote zu den vorgelagerten Inseln. Und so entschließen wir uns mit einem Boot zur Insel Susak, westlich von Losinj zu fahren. Susak besteht nicht aus Karst, sondern aus verfestigtem Lössand. Wieder so ein Naturphänomen wie der Süßwassersee von Vrana auf Cres. Bei unserer Ankunft sind wir leider etwas enttäuscht, den die ganze Insel ist eine einzige Baustelle. In diesem Jahr erhält die Insel ein neues Trinkwassernetz. Wir laufen zur Altstadt oberhalb der Bucht und werden mit diesem Ausblick belohnt. Leider haben wir keine einheimischen Frauen in Ihrer traditionellen Tracht zu Gesicht bekommen, so wie es den Touristen vollmundig auf den Plakaten im Hafen von Mali Losinj versprochen wird.

Fahrt nach Susak

Zwischen den Inseln soll man ab und zu auch noch Delphine sehen können. Aber im Sommer ziehen die Tiere ihrer Nahrung in kühlere, tiefere Gewässer hinterher. Daher muß man schon viel Glück haben um sie hier anzutreffen.

Am Nachmittag sind wir wieder zurück im Hafen von Mali Losinj.


In der < Fotogalerie > gibt es weitere Bilder von Cres und Losinj.

 

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