Unterwegs in Deutschland

Kurzreisen und Städtetrips


Das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz hat uns schon lange fasziniert. Doch bisher hatten wir es noch nicht geschafft diese besonders eindrucksvolle Region Deutschlands zu besuchen.

Nun, in Zeiten der Pandemie, wollen wir im Elbsandsteingebirge wandern und kombinieren die Kurzreise über vier Tage mit einem Besuch Dresdens. Unser Hotel liegt im Südosten der Stadt – perfekt, denn von hier sind es nur noch rund 30 km ins Herz der Sächsischen Schweiz.

Unterwegs im Elbsandsteingebirge

Gierfähre in Rathen

Unser heutiges Wanderziel: die Bastei. Es ist die berühmteste Felsformation der Sächsischen Schweiz.

Wir fahren mit dem Auto zum Kurort Rathen auf der Südseite der Elbe. Von hier geht es mit einer Gierfähre auf die andere Elbseite. Dann beginnt der Aufstieg hinauf zur Basteibrücke. Ganz schön anstrengend. Aber der Ausblick auf die Elbe und die umliegenden Felsformationen ist atemberaubend. Gut das wir noch so früh da sind. Schnell wird es voll auf der Bastei.

Auf dem Rückweg passieren wir die Schwedenlöcher. In Rathen stärken wir uns im Haus Rosengarten bevor wir wieder mit der Fähre übersetzen und zurück nach Dresden fahren.

Heute wollen wir zu den Schrammsteinen wandern, eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsengruppe. Von Bad Schandau fahren wir mit der Kirnitzschtalbahn durch das wild, romantische Kirnitzschtal bis zur Station Ostrauer Mühle. Von hier geht der Malerweg hinauf zum imposanten Schrammtor, welches wir durch wandern. Über den Elbleitenweg geht es weiter. Später müssen wir über Eisenleitern zum Schrammsteingratweg mit der Schrammsteinaussicht. Es weht eine steife Brise. Die Aussicht über die Schrammsteine verschlägt uns den Atem. Am Ende der Tagestour geht es mit der Kirnitzschtalbahn zurück nach Bad Schandau.

Fazit: Eine tolle, wenn auch sehr anstrengende Wanderung mit leichten Klettereinlagen. 


Die Rosen- und Kurstadt Bad Langensalza im Herzen von Thüringen, bietet eine wunderschöne parkähnliche Kurpromenade. Sie besitzt darüber hinaus einen Japanischen Garten, einen duftenden Rosengarten, ein Arboretum (eine Sammlung verschiedenartiger Gehölze), eine prächtig herausgeputzte Altstadt und die ausgezeichnete Friederiken Therme für Kur- und Heilanwendungen.

Wir wohnen für ein Wochenende im ALPHA Hotel „Hermann von Salza“ in der Nähe des Stadtzentrums.

Die Nähe zum Nationalpark Hainich mit seinem Baumkronenpfad bietet uns eine gute Mischung von Kultur und Natur.

Der großartige Dokumentarfilmer Andreas Kieling beschreibt den Nationalpark Hainich in seinem Buch „Ein deutscher Wandersommer“ so:

"… der Hainich ist mit 16000 Hektar das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Trotz früherer Jahrhunderte langer Nutzung blieb er relativ naturnah, und der Nationalpark Hainich, der insgesamt 7500 Hektar einnimmt, umfasst die größte nutzungsfreie Waldfläche Deutschlands, also unseren größten Urwald.

… der Nationalpark ist mit seinen Kalk-Buchenwäldern weltweit einzigartig. Naturfremde Bestände nehmen nur geringe Anteile ein; der Nadelholz Anteil beträgt lediglich um die 3%.

… der Hainich hat mich schwer beeindruckt. Dieser Wald ist von unglaublicher Schönheit, zumal in den frühen Morgenstunden, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch das grüne Blätterdach fallen und den noch nächtlichen kühlen Boden dampfen lassen. 

… und der Baumkronenpfad, der sich in zwei Schleifen von 238 bzw. 308 Meter Länge und in bis zu 44 m Höhe durch die Kronen schlängelt, gewährt einen einzigartigen Blick auf einen ansonsten unzugänglichen Bereich des Waldes." 



Ein Wochenende in Hitzacker - der malerischen Kleinstadt an der Elbe. Wir wohnen im Hotel Zur Linde mitten im Zentrum und umgeben von historischen Fachwerkgebäuden. Hitzacker liegt im Wendland, in der östlichsten Ecke Niedersachsens. Es ist sehr dünn besiedelt, stark im Ökolandbau und der Bioenergie, bietet Raum für Querdenker und Ökoaussteiger. Bekannt geworden ist das Wendland für den jahrzehntelangen Protest seiner Bewohner gegen das Atommülllager Gorleben.

Hitzacker besitzt Deutschlands nördlichsten Weinberg. Von hier oben, haben wir einen herrlichen Blick über den Ort und die Elbe. Mehrfach wurde die Stadt durch starke Elbhochwasser getroffen. Zuletzt im Jahr 2006. Danach wurde für mehrere Millionen Euro eine neue Hochwasserschutzanlage gebaut.

Viele Gäste die Hitzacker besuchen, kommen mit dem Fahrrad auf dem Elberadweg. Es lohnt sich hier einen Zwischenstopp einzulegen und am nächsten Tag weiter zu radeln. 

Etwas stromabwärts befindet sich auf dem Kniepenberg ein 17 m hoher, hölzerner Aussichtsturm. Der Blick schweift weit über das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“.