Winter im Norden von Norwegen

Reisebericht über eine individuell selbst geplante und gebuchte Reise

Hallo und toll, dass Ihr Euch für unsere Winterreise in den hohen Norden interessiert. 

Der Winter in Nord-Norwegen ist ein Gedicht aus Schnee und Licht. Die Fjorde liegen still, von Eis umrahmt, während über ihnen das Nordlicht wie ein geheimnisvoller Schleier tanzt. Jeder Atemzug ist klar und frisch, jede Nacht ein Vers aus Dunkelheit und Farben (wenn man Glück hat ;-). 

Nord-Norwegen im Winter ist mehr als eine Reise – es ist eine Begegnung mit der eigenen Sehnsucht nach Weite, nach Stille und nach dem Staunen über die Schönheit unseres Planeten.

2. März

Es ist soweit. Wir starten in den hohen Norden. Unser Sehnsuchtsziel im Winter erleben. Gegen Mittag geht unser Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Oslo. Leider mit erheblicher Verspätung und so erreichen wir Oslo mit zwei Stunden Zeitverzug. Der Anschlussflug nach Tromsø ist weg. Zum Glück werden wir durch Lufthansa auf den nächsten Flug umgebucht und um 21 Uhr erreichen wir Tromsø. Geschafft. Die Übernahme des Hertz-Mietwagens ist recht unkompliziert und nach einer kurzen Fahrzeit sind wir um 22 Uhr im Hotel Clarion Aurora.


3. März - Tagesfahrt von Tromsø zur Insel Sommarøy und über Tromvik zurück

Am Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, verlassen wir Tromsø und steuern den Mietwagen hinaus in die verschneite Landschaft. Schon nach wenigen Kilometern öffnet sich die Straße zu einem Panorama aus weißen Bergen und tiefblauen Fjorden. Das Licht der tiefstehenden Sonne spiegelt sich auf dem Schnee, die Luft ist klar und kalt.

Die Fahrt führt vorbei an kleinen Dörfern auf der Insel Kvaløya, deren Häuser bunt gestrichen sind und wie Farbtupfer im Schnee leuchten. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die Fjorde – stille Wasserflächen, eingerahmt von schneebedeckten Gipfeln, die sich im Winter wie eine andere Welt anfühlen. Durch die Spikes an den Reifen hat man unglaublich viel Grip auf den Schnee-Straßen und das Fahren macht richtig Spaß. 

Je näher wir Sommarøy kommen, desto intensiver ist das Gefühl, am Rand der Welt unterwegs zu sein. Die Insel, bekannt für ihre weißen Sandstrände und das türkisfarbene Wasser im Sommer, zeigt sich im Winter von einer ganz anderen Seite: still, rau und von einer klaren Schönheit, die fast unwirklich wirkt.

Als wir schließlich die Brücke nach Sommarøy überqueren, liegt die Insel friedlich im frühen Nachmittagslicht. Dann jagt wieder ein Schneegestöber über uns hinweg. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Wir sind überwältigt. Es ist eine Fahrt durch eine Landschaft, die nicht nur beeindruckt, sondern tief berührt – eine Erinnerung, die für immer bleibt.


Bei unserer Ankunft auf Sommarøy fahren wir in das Sommarøy Arctic Hotel, welches ziemlich in der Inselmitte liegt. In der Mittagszeit kann man hier im Bistro leckere, kleine Gerichte zu sich nehmen. Das Hotel ist auch bei Urlaubern beliebt, die hier im Winter das Polarlicht erleben wollen. Na klar: hier gibt es keine Lichtverschmutzung.

Nach der kleinen Stärkung geht es nicht direkt zurück nach Tromsø sondern wir biegen nach rund 3/4 der Rück-strecke nach rechts ab, bleiben aber auf der Insel Kvaløya. Unser Ziel der Ort Tromvik. Das Dorf befindet sich am äußeren Westufer von Kvaløya.

Nach etwa 1 Stunde durch dichtes Schneetreiben und über spektakuläre Pässe erreichen wir das kleine Fischerdorf. Es liegt direkt am Meer, eingerahmt von Bergen und wirkt im Winter wie ein verschneites Postkartenmotiv. Die bunten Häuser heben sich leuchtend vom Weiß ab, und der Blick hinaus auf den offenen Atlantik ist atemberaubend.

Es ist eine Strecke, die nicht nur eine Fahrt, sondern ein Erlebnis ist – ein Wechselspiel aus Stille, Naturgewalt und nordischem Zauber.


Um kurz nach 16 Uhr begeben wir uns auf den Heimweg nach Tromsø. Zwischendurch kreuzen öfter Rentiere unseren Weg. In der Dämmerung und auf den schneebedeckten Straßen ist hier immer größte Achtsamkeit geboten. Nach einem kurzen Einkaufs-Stopp kurz vor Tromsø erreichen wir nach 18 Uhr wieder unser Hotel Clarion Aurora